Familienunternehmen sind besser. Bauersfamilie auf dem Feld.

5 Business-Lektionen vom Bauernhof: Familienbetriebe sind erfolgreicher

14/07/2017

Die Familie ist das Rückgrat der Gesellschaft – der Familienbetrieb ist das Herz der Wirtschaft.
Knapp 96% aller Unternehmen in Deutschland sind in Familienbesitz – und damit sind die Chancen ziemlich hoch, dass auch Ihr Unternehmen Familiensache ist. Gratulation. Denn wir haben gute Neuigkeiten für Sie:

Familienbetriebe sind erfolgreicher

Familienunternehmen sind besser. Bauersfamilie auf dem Feld.

Wir alle können von der Bauernfamilie lernen. (Photo by luckybusiness | stock.adobe.com)

Walmart, Nike, Facebook, L’Oreal, Volkswagen, BMW oder Novartis: Das sind wohl die prominentesten Beispiele für familiengeführte Unternehmen. Der Tante-Emma-Laden, der Kebab-Stand oder der Bauernhof die Häufigere.

Erst in den letzten Jahren hat man begonnen, Familienunternehmen wissenschaftlich zu untersuchen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Im Allgemeinen sind Familienunternehmen erfolgreicher. Inhabergeführte Unternehmen sind langfristig stärker als reguläre Unternehmen, und sie haben eine bessere Wertentwicklung. Nach Angaben der Boston Consulting Group machen sie mehr als 30% aller Unternehmen weltweit mit einem Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar aus. Nicht schlecht, oder? Wir alle können vom Familienbetrieb lernen.

Was macht Familienunternehmen so erfolgreich?

Bei den börsennotierten Unternehmen gelten diejenigen als Familienunternehmen, bei denen mehr als 20% der stimmberechtigten Aktien im Besitz der Familie sind – kurz gesagt, wo die Familienmitglieder die Geschäftsentscheidungen treffen. Natürlich: Jede Familie ist einzigartig, und jedes Geschäft ist anders. Dennoch gibt es einige Dinge, die Familienunternehmen gemeinsam haben. Eine Familie ist eine ganz besondere Struktur – und ein Familienbetrieb noch viel mehr. Was genau macht ein inhabergeführtes Unternehmen aus? Und warum ist es erfolgreicher? Lesen Sie weiter.

 

5 Lektionen aus dem Familienbetrieb 

1. Ein Familienbetrieb ist widerstandsfähiger

Insgesamt sind inhabergeführte Betriebe widerstandsfähiger und finanzstabil, vor allem in Krisenzeiten. Warum? Weil die Geschäftsentscheidungen einen direkten Einfluss auf ihre Familie haben, neigen die Eigentümer dazu, nachhaltigere, langfristigere Entscheidungen zu treffen als eine Firma, in der die Menschen in Anzügen zeitweise austauschbar erscheinen können.

Der Nachteil: In einem Familienbetrieb ist das Geschäft immer persönlich. Professionelle Business Intelligence kann helfen, etwas Abstand zu bekommen – und vielleicht weniger emotionale Entscheidungen zu treffen.

 

2. Familienunternehmen sind agiler

Was Innovationen und Änderungen angeht, ist ein Familienbetrieb agiler: Neue Ideen können beim Frühstück besprochen werden, am Nachmittag Prototypen entwickelt, und beim das Abendessen diskutiert.

Familienunternehmen sind agiler.

Familienunternehmen sind agiler. (Photo by Minerva Studio | stocks.adobe.com)

Die Kommunikation innerhalb der Familie ist (hoffentlich) offen und ehrlich, und es braucht keine umständliche Projekt-Task-Force oder unproduktive Meetings.

Der Nachteil: Spontane Projekte sind gut, sie können aber auch im Chaos enden. Auch die agilsten Unternehmen brauchen ein kontrolliertes und intelligentes Projektmanagement.

 

3. Inhabergeführte Firmen sind effizienter

Kurze Entscheidungswege sind ein grosses Plus von Familienunternehmen, und in der Regel sind die Verantwortlichkeiten ziemlich klar. Papa versorgt die Kühe, Mama macht den Garten und die Buchhaltung, die Kinder gehören zum Team. Jeder weiss, was zu tun ist – und wie es geht.

Der Nachteil: Schnelle Entscheidungsfindung und klare Verantwortlichkeiten sind grossartig – es sei denn, es persönliche Konflikte stören den Betrieb. Vielleicht lässt sich Mama nicht gern in die Bücher schauen, und Papa weiss selber am besten, wie man die Kühe melkt; ein verärgerter Teenager ist wahrscheinlich kein guter Mitarbeiter. Die schriftliche Zuordnung von Aufgaben und die Festlegung von gemeinsamen Zielen hilft, die Grenzen zwischen Professionellem und Persönlichem zu wahren.

 

4. Ein Familienbetrieb ist ein fairer Arbeitgeber

Fairness ist ein grosses Thema in einem Familienbetrieb. Im Familienbetrieb ist das Wissen generell ziemlich handfest: Im Gegensatz zu einem externen CEO kennt der Inhaber meist jeden einzelnen Teil seines Unternehmens – aus eigener Erfahrung. Das führt automatisch zu mehr Respekt und Vertrauen zu Angestellten; und schnell werden die Mitarbeiter Teil der Familie.

Der Nachteil: Je mehr Respekt und Vertrauen sie erhalten, desto loyaler werden Mitarbeiter. Um Burnouts und Überstunden-Exzesse zu vermeiden, ist zeitgemässe Arbeitszeiterfassung ein gutes Werkzeug – besonders in einer vertrauensbasierten Unternehmenskultur.

 

5. Das Familienunternehmen bildet das Personal im Kindergarten aus

Im Familienunternehmen wachsen die Kinder mit dem Betrieb auf.

Im Familienunternehmen wachsen die Kinder mit dem Betrieb auf. (Photo by Monkey Business | adobe.stocks.com)

Wer in einem Familienbetrieb aufwächst, lernt von Anfang an, worum es im Geschäft geht. Spielen im Laden, Hausaufgaben in der Pizzeria, oder Fabrikbesuche am Samstag: Automatisch werden die Kinder im eigenen Unternehmen trainiert und lernen die Arbeit kennen. Damit sie vielleicht später einmal den Laden führen.

Der Nachteil: Wenn die Kinder den Laden übernehmen, wollen sie Dinge ändern – manchmal gegen den Willen ihrer Eltern. Konflikte zwischen Generationen sind ein sehr häufiges Problem für Familienunternehmen. Gute Planung, gleitende Übergänge und langsame Implementierung von Änderungen kann dem entgegen wirken. Und, ganz wichtig: Die Kinder müssen die Freiheit haben, Fehler zu machen und daraus zu lernen – genau wie es die Eltern getan haben.

 

Familienbetriebe kommen, um zu bleiben

Es ist eine statistische Tatsache: Familienunternehmen entwickeln sich besser und denken langfristig. Aber es gibt auch viele, die an der Kombination von Geschäft und Familie scheitern. Denn es ist nicht einfach, eine professionelle Beziehung mit einem Familienmitglied zu halten. Liebe, persönlicher Stolz und private Verletzungen können guten Geschäftsentscheidungen im Weg stehen. In der Firmenwelt gehen private Emotionen und Geschäfte nicht zusammen; in einem Familienbetrieb müssen sie das. Wem der Spagat zwischen Menschlichkeit und Unternehmertum gelingt, der wird umso stärker – als Mensch und als Firma.

Familienbetriebe kommen, um zu bleiben – denn eine Familie überdauert Generationen.

Auf dass Ihr Unternehmen ebenso lange währe! Wir helfen Ihnen gerne dabei.

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