Umsatz und Gewinn: Wieviel verdienen Sie wirklich?

Umsatz und Gewinn berechnen: Wie profitabel ist Ihr Unternehmen wirklich?

23/03/2017

Bilanz, Gewinn, EBIT, Umsatz, Erfolgsrechnung oder Bruttogewinn: Professionelle Buchhaltung kann sehr verwirrend sein. Wissen Sie, wie profitabel Ihr Unternehmen wirklich ist? Und wie viel Lohn Sie sich tatsächlich ausbezahlen können? Nein? Dann lesen Sie weiter.

Wie viel Gewinn macht Ihr Betrieb?

Was bleibt Ihnen von den Einnahmen Ihres Unternehmens, nach Abzug von Miete, Versicherungen, Steuern und allen anderen Kosten? Wie bitte? Sie sind sich nicht sicher? Keine Sorge. Damit sind Sie nicht allein. Der Lohn mancher Unternehmer ist tiefer als derjenige ihrer Mitarbeiter – weil sie nicht wissen, wie viel wirklich drin liegt. Umgekehrt überschätzen manche Freiberufler ihr tatsächliches Einkommen – weil sie die Ausgaben nicht richtig erfassen. Ein vermeidbarer Fehler, wie wir gleich sehen werden.

Wie viel Lohn kann ich mir selber ausbezahlen?

Für viele Unternehmer ist das eine schwierige Frage. Die Antwort: So viel, wie Sie brauchen und so wenig, wie Sie es sich leisten können. Den privaten Geldbedarf herauszufinden ist nicht so schwer. Zu wissen, wie es um das eigene Unternehmen steht, ist da schon etwas anspruchsvoller. Eine professionelle Gewinn-und-Verlust-Rechnung kann dabei helfen. Aber wie funktioniert sie?

Erfolgsrechnung und Umsatz berechnen

Am Anfang steht der Umsatz

Am Anfang jeder Buchhaltung steht der Umsatz, auch bekannt als Erlös. Damit ist diejenige Summe gemeint, die Ihr Unternehmen insgesamt erwirtschaftet. Für einen Apfelverkäufer ist es der Totalbetrag, den er für seine Äpfel bekommen hat. Für eine Innenarchitektin die Summe aller Rechnungen, die ihre Kunden bezahlt haben. Den Umsatz zu berechnen ist der wohl schönste Teil der Buchhaltung: Der Betrag steigt und steigt – bis er an der Spitze angekommen ist. Von da an geht es unweigerlich abwärts. Jetzt kommen nämlich Auslagen wie Materialien, Miete, Versicherungen oder Steuern ins Spiel.

Vom Umsatz zum Gewinn

Kein Unternehmen ohne Ausgaben. Darum ist die Berechnung des Gewinns unerlässlich. Einfach gesagt lautet die Formel so: Umsatz minus Ausgaben ist gleich Gewinn. Der Betriebsgewinn ist also das, was nach Abzug aller Betriebskosten übrig bleibt.

Aber Achtung: Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose, und Gewinn ist nicht gleich Gewinn. Es gibt verschiedene Arten, wie der Gewinn berechnet werden kann.

  • Bruttogewinn
    Der Bruttogewinn ergibt sich aus dem Umsatz abzüglich der direkten Kosten eines Produktes, zum Beispiel den Einkauf von Waren und Rohmaterialien.
  • Nettogewinn / Reingewinn
    Zur Berechnung des Netto- oder Reingewinns werden vom Bruttogewinn alle übrigen Kosten wie Personalaufwand, Abschreibungen oder Steuern abgezogen. Dieser ist auch als Jahresüberschuss geläufig.
  • EBIT – Gewinn vor Zinsen und Steuern
    Das operative Ergebnis, besser bekannt als EBIT (aus dem Englischen für earnings before interest and taxes), ist Umsatz minus Auslagen – aber ohne Steuern und Zinsen zu berücksichtigen. Damit ist der EBIT höher als der Reingewinn, und macht die Performance unabhängig von länderspezifischen gesetzlichen Regelungen deutlich.

Brauche ich doppelte Buchführung?

Die Buchführung für Unternehmen ist streng geregelt. In Deutschland sind beispielsweise alle Kaufleute und Unternehmer mit einem Umsatz von mehr als 600.000 EUR oder einem Gewinn von 60.000 Euro pro Jahr zur doppelten Buchführung verpflichtet. Alle anderen Unternehmer können sich auf eine einfache Buchführung mit simpler Einnahmen-Überschuss-Rechnung beschränken. Wie auch immer: Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Buchhalter lohnt sich für alle. Eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung lässt sich jedoch sehr schnell selber erstellen.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

Umsatz und Gewinn: Wieviel verdienen Sie wirklich?

Das Prinzip der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A) in Österreich ist klar: Umsatz minus Auslagen gleich Gewinn – und dieser muss versteuert werden. Hier gilt das Zufluss- und Abflussprinzip, nach dem die Berechnungen auf ein Jahr beschränkt sind; langfristige Gewinne oder Verluste müssen innerhalb dieses Jahres erwirtschaftet (oder abgeschrieben) werden.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Achtung: Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist nicht zu verwechseln mit der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) – denn diese ist Teil der doppelten Buchführung. Entsprechend hat sie zwei Seiten, Soll für Auslagen und Haben für Einnahmen. Nach dem Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren werden nun Erträge und Aufwände detailliert aufgeführt, das Ergebnis ist  der Jahresüberschuss. Ist dieser positiv, haben Sie gewonnen. Ist er negativ, droht ein Verlust.

Umsatz – Ausgaben = Verlust?

Man kann es drehen und wenden wie man will: Wenn die Ausgaben höher sind als der Umsatz, muss gehandelt werden. Natürlich gibt es die einen oder anderen buchhalterischen Tricks, das Ergebnis vor dem Finanzamt oder Investoren zu beschönigen. Fakt ist jedoch: Fliesst weniger Geld rein als raus, so steht es nicht gut um Ihr Unternehmen. Darum sollte nicht nur Ihr Buchhalter die Zahlen kennen, sondern auch Sie.

Die gute Nachricht: Es war noch nie so einfach, Gewinne und Verluste zu berechnen. Dank Belegerfassung, E-Rechnungen und schlauer Business Intelligence stehen Ihnen die wichtigen Zahlen jederzeit zur Verfügung. Damit Sie immer wissen, wie viel Sie wirklich verdienen.

Viel Erfolg! Und vergessen Sie nicht: Der wahre Gewinn Ihres Unternehmens ist nicht unbedingt das Geld. Aber brauchen tun Sie’s trotzdem.

Herzlich,

MoneyPenny

 

P.S. Mit MoneyPenny erhalten Sie eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung per Mausklick. Probieren Sie’s aus! Ein Login für Ihren Buchhalter haben wir auch schon bereitgestellt.

 


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